U – oder warum Klavier und Igel harmonieren

Nach längerer Zeit, sitze ich endlich wieder an einem Blog. Die Sonne scheint und an meinem „Arbeitsplatz“ gibt die Vogelwelt ein prächtiges Konzert. Ich habe keine Ahnung, ob irgendjemand auf einen neuen Beitrag von mir gewartet hat. Jetzt endlich, nach dem Arbeit und Politik einfach mal beiseite gelegt wird, ist das Gefühl wieder da, euch weiter neugierig machen zu wollen.
Heute einmal auf Musik und ein weiteres tolles Buch.
Während diese Zeilen entstehen, erklingen im Hintergrund zur Begleitung Klaviersonaten von Wolfgang Amadeus Mozart. Wunderbar! Sie laden ein sich zu sammeln, seine innere Mitte zu finden und bereiten mir große Freude.
Mozarts Sonaten für Klavier werden nicht regelmäßig in den Konzerthäusern der Welt aufgeführt, so dass sie sich aus meiner Sicht auch nicht „verschleißen“. Auch wenn der eine oder andere Satz in der Fernsehwerbung missbraucht wurde.
Ich habe mich bei den Klaviersonaten von Mozart für die Gesamtaufnahme der portugiesischen Pianistin Maria Joào Pires entschieden. Kann es zweite Meinungen zu dieser Aufnahme geben? Nein! Eine Referenz, die ihres gleichen sucht. Brillant!
Sauberer und feiner Klang!  Eine Liebeshochzeit zwischen dem Komponisten und einer außerordentlichen Pianistin!
Ich möchte euch diese Aufnahmen sehr ans Herz legen! Wer klassische Musik und hier insbesondere Klaviermusik mag, der sollte diese Aufnahmen, die bei der Deutschen Grammophon erschienen sind, unbedingt in seiner Sammlung haben!

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Nun gilt es , zu dieser wunderschönen Musik eine Buchempfehlung zu reichen, die den Beitrag „rund“ sein lässt. Ich hoffe sehr, dass ich auch damit eure Aufmerksamkeit erreiche und wie immer Neugierde wecke.

“ Ich heiße Renèe, bin vierundfünfzig Jahre alt und seit 27 Jahren Concierge in der Rue de Grenelle 7, einem schönen herrschaftlichen Stadthaus mit Innenhof. Ich bin Witwe, klein, häßlich, mollig, ich habe Hühneraugen und in gewissen Morgenstunden einen Mundgeruch wie ein Mammut. Niemand käme auf die Idee, ich könnte gebildeter sein als all diese selbstgefälligen Reichen.“

„Ich heiße Paloma, bin zwölf Jahre alt, ich wohne in der Rue de Grenelle 7 in einer Wohnung für Reiche. Meine Eltern sind reich, meine Familie ist reich, und meine Schwester und ich sind folglich potentiell reich. Doch ich weiß schon lange, dass die Endstation das Goldfischglas ist, die Leere und der Unsinn des Erwachsenenlebens. Warum ich das weiß?
Der Zufall wollte, dass ich sehr intelligent bin.“

Mit dieser, zugegebener Maßen, etwas groben Beschreibung der Protagonisten des wunderbaren Romans “ Die Eleganz des Igels“ der französischen Autorin Muriel Barbery, möchte ich meine Empfehlung beginnen.
Und wie immer, gibt es von mir keine langen Ausführungen zum Inhalt, denn den sollt ihr selber entdecken!

Voller Charme, Witz und Intelligenz, kam dieser Roman im Mai 2008 auf den Deutschen Büchermarkt. Preisgekrönt aus Frankreich mit dem „Prix Georges Brassens 2006“, dem „Prix des libraires 2007″ und dem “ Prix Rotary international“ .

Barbery schickt ihre Protagonisten auf die Suche nach der Schönheit der Welt. „Renèe“ führt eine Art Doppelleben. Gerade noch Concierge des Stadthauses, nutzt in den ruhigen Stunden des Tages für die großen Werke der Literatur und der Philosophie. Mit offenen Augen beobachtet sie das Leben ihrer Hausbewohner.

Und „Paloma“?
Sie hat den Beschluss gefasst, erst gar nicht in die Welt der Erwachsenen einzutreten.
Welchen Entschluss hat sie gefasst, wenn sie ihren dreizehnten Geburtstag begeht?

Und was geschieht, als Monsieur Ozu, ein Japanischer Geschäftsmann in das Haus zieht?.

Hinreißend komisch, bitterböse und absolut berührend erzählen „Renèe“ und „Paloma“ von ihrem Leben in ihrem Haus, von Büchern, Filmen und der Suche nach der Schönheit der Welt.
Wie immer, gilt mein Beitrag eurer Neugierde, die ich gerne wecke um eure Sinne zu schärfen. Diesmal für wunderschöne Musik und einem Buch, dass man lieben muss.

Vielleicht traut ihr euch! Und egal wo ihr den Klängen lauscht oder die Seiten des Buches umblättert. Ich bin zuversichtlich, dass ihr Freude daran haben werdet.

Also dann! Bis bald und versprochen, es wird sehr bald sein!

 

 

 

 

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