U – oder „Grazie Roma“!

Da war sie wieder, die Lust bei meinem Sohn und mir, zusammen auf Tour zu gehen!
Nur, was sollte diesmal das Ziel sein?
Und es war endlich an der Zeit, einen Punkt in meiner „to do Liste“ aufzugreifen, der dort schon einen Ehrenplatz einnehmen wollte, weil ich ihn immer wieder verschoben habe.
Also endlich auf nach Rom!

Und jetzt sitze ich hier und versuche einen Blogbeitrag zu schreiben über etwas bzw. einen Ort, über den schon alles gesagt scheint und dessen Geschichte so unzählige Male aufgegriffen und in Romanen, Berichten, Dokumentationen, Beiträgen aller Art verarbeitet wurde.

Was also „neues“ beitragen? Was zu Rom erzählen? Was hat Rom mit mir/uns „gemacht“?
Rom, die Stadt mit einer 3000jährigen Geschichte.

Die Anreise war trotz der erhöhten Sicherheitsvorkehrungen einigermaßen reibungslos.
Der Flieger hin hatte zwar Verspätung, aber wir die nötige Gelassenheit, etwas hinzunehmen, was wir nicht ändern konnten.
In Rom angekommen, fanden wir einen Taxifahrer, der auf dem Weg zu unserem Hotel seine Begeisterung über die „yellow wall“ in unserem Dortmunder Tempel kund tat! Verrückt, die ersten Sätze mit einem Römer gingen um unsere Borussia, AS Rom und Lazio.
Er hatte dann auch die nötige Ausdauer, mit uns unser Hotel zu finden, dass sich in einem Jahrhunderte alten, Palast befand, der allerdings eingerüstet war und ohne ausreichende Beleuchtung für uns kaum auf Anhieb zu finden gewesen wäre. Wie immer, haben wir etwas „individuelles“ als Unterkunft gebucht!
Das Faktotum an der Rezeption, kam uns zu der inzwischen späten Uhrzeit etwas „Ungewöhnlich“ vor. Nun ja, es war spät, wir waren etwas müde und es regnete in der ewigen Stadt!
Aber wir waren an einem meiner „Sehnsuchtsorte“!

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Das Hotel bewusst ohne Frühstück gebucht, ging es dann die nächsten Tage immer wieder auf Tour in diese phantastische Stadt, deren Flair uns sofort ansprach.
Jetzt wissen die Leser meines Blogs ja, dass ich bei Büchern bewusst keine Inhalte wiedergebe und so halte ich es auch mit diesem Beitrag zu Rom. Geschichte und Geschichten zu Rom sind zahlreich vorhanden und ich möchte keinen „Reiseführer“ in Kurzform schaffen.

Ich möchte nur erzählen, dass es schon jeden Morgen in den unzähligen Cafes in den Straßen Roms ein unglaubliches Vergnügen war, im Stehen den ersten Cafe mit einem Croissant oder süßen Teilchen zu beginnen und dabei den Handwerker, den Bänker, die Hausfrau, den Rentner, die Bauarbeiter, den Taxifahrer, den Studenten und all diejenigen zu erleben, die den Tag im Cafe an der Ecke beginnen! Man parliert, debattiert, lacht, spricht über Sport und Politik, begrüßt sich freundlich, scherzt mit dem Cafebesitzer und in wenigen Minuten, wenn der erste Cafe eingenommen ist, geht jeder seinem Tagewerk nach und doch hat es uns so sehr gefallen, welch eine angenehme, gelassene südländische Stimmung in diesen wenigen Minuten hinterlassen wird.

Jetzt ist es natürlich so, dass Rom nur so wimmelt von Touristen! Klar, dass weiß man ja vorher.
Also ist es wie immer unser Ansatz gewesen, die Stadt zu Fuß zu erkunden und das möchte ich euch unbedingt empfehlen! Sucht die Wege abseits der Ströme; geht dorthin, wo die Römer/Innen sich „tummeln“.  Und diese Flecken in Rom findet man eigentlich nur, wenn man zu Fuß diese großartige Stadt durchstreift!
Die Pause im nächsten Eckcafe, ein guter Wein am frühen Nachmittag in der Vinothek an einer kleinen Piazza oder das shoppen von Unikaten römischer Straßenkünstler lässt Rom einen dann „anders“ erleben! Römisch halt und nicht nur touristisch, was natürlich auch dazugehört, wenn man die einzigartigen Sehenswürdigkeiten aufsucht!

 Es war mit eine so große Freude die Orte aufsuchen zu können, die Robert Harris in seinen „Cicero Romanen“ Imperium, Titan und Diktator lebendig werden lässt!
Und tatsächlich war es hin und wieder so, als könne man gleich an der nächsten Ecke Senatoren, Kaiser und Caesar erwarten, die ihren Weg durch das alte Rom beschreiten, um zu einer der nächsten Debatten oder Verhandlungen um die Geschicke Roms zu gelangen!

Im Vorfeld der Reise haben wir darüber gesprochen, was wir auf jeden Fall in Rom tun wollen!
Es gibt in Rom Restaurants, die die uralte Küche der Juden und Römer pflegen und bewahren!
Das war eventuell unser schönster Abend, bezüglich des Essens in Rom
Die Trattoria da „Geggetto“ Al Portico d Ottavia, wie der Name schon sagt, malerisch gelegen am Portikus der Octavia, ist für seine hervorragende Küche bekannt und wir konnten uns absolut davon überzeugen.
Ein wunderbarer Abend unter historischer Kulisse und dem Vergnügen, ein amerikanisches Paar
kennen zu lernen, war einer der kulinarischen Höhepunkte der Reise.
Wie gesagt, mir liegt es fern, einen Reiseführer oder Beschreibung historischer Stätten zu hinterlassen! Ich möchte nur sagen, dass es uns nach der Reise so geht, wie so vielen Menschen.
Wer einmal in Rom war, will immer wieder gerne dorthin! So geht es uns beiden nach wunderbaren Tagen dort!

Und ich möchte gerne den Kreis mit etwas schließen, was schon zu Beginn zur Eröffnung gehörte.
Dem Taxifahrer war unsere „Gelbe Wand“ ein Begriff und er kam ins Schwärmen.

Wir mögen einen der Songs von Antonello Venditti, in dem er Rom besingt. Es ist eines der Lieder, das die Fans des AS Rom singen, wenn ihre „Roma“ gesiegt hat.

„Grazie Roma“!
Grazie Roma, grazie Roma che ci fai vivere e sentire ancora una persona nuova.

„Danke Roma, danke Roma, dass du uns immer wieder leben und uns immer wieder wie eine neue Person fühlen lässt“

In diesem Sinne wünsche ich euch das Erlebnis Rom von ganzem Herzen!
Ciao!!

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