U oder the Defence of English Cooking!

Vor vielen Jahren, habe ich meine Liebe zu Großbritannien entdeckt. Nach anfänglicher Skepsis, weil ich noch nie auf “ der Insel“ war, wurde ich gleich vom ersten Tag an ein Fan von Großbritannien.
Nun gibt es viele Ansätze, auf die Britischen Inseln neugierig zu machen.
Literatur, Reiseeindrücke, Traditionen, Geschichte, Gärten, Bier, Whiskey, Britpop, Humor, Home and Castle, Dress Code, Stonehenge, King Arthur, Robin Hood, die Queen, Britart, Highlands, Herrensitze, Stadthäuser, viktorianisches oder ohne Strümpfe im Schnee. Diese Aufzählung ließe sich weiter ergänzen.

Für heute möchte ich über ein wenig über ein heikles Thema plaudern. Die englische Küche.
Ihr Ruf ist desolat. Man sagt, ein Handbuch der feinen englischen Küche muss zu den dünnsten Büchern der Weltliteratur gehören. Ich glaube es war Voltaire der einmal gesagt hat, „England habe 42 Religionen, aber nur zwei Saucen“. 

Aber ist das wirklich so? Oder pflegt man nur einen negativen Mythos?

Kann man nicht auch in Deutschland, Italien oder Frankreich schlecht speisen?
Nicht erst seit Jamie Oliver gibt es ein starkes Bemühen in England, um gutes Essen und bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Und in den Regionen der britischen Insel gibt es wahre kulinarische Genüsse, auf die man neugierig sein sollte.

Englisches Essen auch als solches zu beschreiben, bleibt dennoch eher schwierig. Denn eine der erfolgreichsten Invasionen auf die Insel wurde durch französische Köche vorgenommen.
So arbeitete der „Koch der Könige und König der Köche“ Auguste Escoffier zwischen 1890 und 1920 überwiegend in Londoner Hotels. Ihm folgte später Raymond Blanc nach, der mit seinem “ Manoire au Quatt`Saisons“ und einer kleineren Restaurantkette seit Ende der 70er Jahre eine Trendwende in der kulinarischen Geschichte Englands einleitete.

Wer hätte gedacht, dass London zu den Städten mit den meisten Michelin – Sternen der Welt gehört?!
Diejenigen, die die englische Küche verteidigen wollen, weisen darauf hin, dass bis ins 19 Jh. hinein Reisende von Festmählern schwärmten, die auf der Insel serviert wurden.
George Orwell schrieb 1947 gar einmal ein Essay “ In Defence of English Cooking“ und beschwerte sich darüber, dass die englische Küche sogar in England unterschätzt würde. Ob Kippers, Yorkshire Pudding, Devonshire Cream, Muffins, Crumpets, Christmas Pudding, die unzähligen Kekssorten oder die wunderbaren Marmeladen; es gibt auch reichlich Anlass, Großbritannien kulinarisch zu entdecken.

Um eure Neugierde eventuell etwas zu wecken, hier ein Rezept eines Gerichtes, das ich sehr mag:
shepherds-pie
Sheperd`s Pie/ Für 4 Personen

500g Lammkeule gehackt, 2 Karotten, 1 Zwiebel, 1 Stange Lauch, Öl, 1 EL Mehl, 500 ml Fleischbrühe, 3 EL Tomatenmark, 1 EL Worcestershiresauce, Kartoffelbrei, um den Inhalt in der Auflaufform zu bedecken.

Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden; die Zwiebel hacken, Lauch in Scheiben schneiden:
In einer großen Pfanne das Öl erhitzen, Zwiebeln und Fleisch anbraten. Mit Mehl bestäuben. Dann die Möhren und den Lauch hinzufügen und mit der Brühe aufgießen. Tomatenmark und Worcestershiresauce hinzugeben und gut verrühren. Bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, alles in eine Auflaufform geben.
Mit Kartoffelbrei bedecken, Butterflocken auf den Brei geben und im Ofen bei 180 Grad fertigbacken.

Enjoy your meal!

 

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