U’s Punktspiel

Man sagt „Jetzt komm mal auf den Punkt“ oder „Jetzt mach mal einen Punkt“.
Man hat einen „Standpunkt“ oder „punktet bei jemanden“. Man kann auch „punktuell übereinstimmen“ oder Punkte in Flensburg sammeln. Gut ist es, wenn zum Beispiel Fleisch beim Kochen „auf den Punkt“ gart.
Es kann aber auch passieren, dass man keinen Punkt macht, wie beim gestrigen Eurovision Song Contest oder nicht genug Punkte sammelt, wie der SC Freiburg in der Bundesliga und dann absteigt.

Und weil es an diesem Pfingstwochenende um so viele Punkte ging, dachte ich mir, ich plaudere hier heute kurz auch über Punkte der ganz anderen Art.
Nehmt es als eine Art „Zwischenruf“ beim Kaffee von mir, der, wie immer, nur neugierig machen soll.

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Es gibt eine Stilrichtung in der Malerei, die bezeichnet man als „Pointillismus“. Ihre Blütezeit lag wohl so zwischen 1888 und 1910.

Man spricht dabei auch von Post – oder Neo – Impressionismus, deren bedeutendsten Vertreter Georges Seraut, Paul Signac oder Theo van Rysselberghe waren.

Der Franzose Georges Seurat, der am 2.Dezember 1859 in Paris geboren wurde, gilt als der Theoretiker des Neo – Impressionismus. Seurat, der bereits am 21.Februar 1891 verstarb, war nur eine kurze Künstlerlaufbahn beschieden.
Sein größtes Interesse galt den wissenschaftlichen Untersuchungen, die dem Phänomen Licht und Farbe galten.
Seine Erkenntnis, dass sich einzelne Farbpunkte im Auge des Betrachters zu einem Gesamteindruck mischten, führte ihn zur pointillistischen, das heißt aus einzelnen Punkten zusammengesetzten Malweise.

Eng befreundet war Seurat mit Paul Signac. Gemeinsam waren sie Mitglied der Vereinigung unabhängiger Künstler, die 1884 gegründet wurde, um ein Gegengewicht zum offiziellen Kunstbetrieb zu sein.
Signac war ein Überwinder des Impressionismus. Am 11. November 1863 in Paris geboren, wurde er ein wichtiger Vertreter des Neo – Impressionismus bzw. Pointillismus.
Stand er erst unter dem künstlerischen Einfluss von Claude Monet, verhalf ihm die Freundschaft zu Seraut zu einer neuen Seh – und Malweise.
Während Seraut Darstellungen von Menschen favorisierte, widmete Signac sich besonders der Landschaft.,

Im Unterschied zu Seraut, der reine Spektralfarben in Punkten auf die Leinwand setzte, malte Signac mit kurzen Pinselstrichen, sog. „touches“ seien Bilder. Die enorme Strahlkraft seiner Bilder konnte ich in der Vergangenheit in Ausstellungen bestaunen.

Also,wer noch Punkte sammeln möchte oder gerne auf den Punkt kommt, der hat vielleicht Lust, sich einmal mit diesem wunderbaren Malern zu befassen.

Ich mache hier für heute einen Punkt und hoffe wie immer, euch etwas neugierig gemacht zu haben.

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